Donnerstag, 20. Januar 2022

Ist das Herz friedlich, wird der Atem harmonisch.

Hier ist ein weiteres Qigong-Video. Ganz im Sinne der letzten habe es wieder sehr einfach gehalten, einfache Bewegungen in Verbindung mit dem Atem zuerst, gefolgt von der Yuanminggong-Übung. 

Zu Beginn zitiere ich eine für's Qigongüben sehr wichtige und wesentliche Formel: xin ping qi he 心平氣和 „Ist das Herz friedlich, wird der Atem harmonisch." „Ein friedliches Herz führt zu harmonischem Qi." 

Im Qigong, und noch mehr in der daoistischen Praxis, ist der Atem das Um und Auf (im Zusammenwirken mit dem Geist/der Aufmerksamkeit/der Konzentration). Eine solche Feinheit des Atems und der Aufmerksamkeit gilt es zu entwickeln, dass diese selbst dort einzudringen vermögen, „wo es keine Zwischenräume gibt". Das ist die hohe Kunst des Übens. 

Darum ist es wichtig, den Atem nicht zu zwingen, ihn nicht absichtlich länger, tiefer, feiner zu machen. Ein friedliches Herz führt zu harmonischem Atem, das ist der Beginn des Übens. Natürlichkeit - Das-was-von-selbst-so-ist - charakterisiert das Üben. Wie ein Seidenfaden, wirkend ohne Mühe (Laozi 6), das ist die Wirkung des Übens. 

Im heutigen Video versuche ich das zu thematisieren und zu vermitteln. Alle Heilwirkungen des Qigong basieren letzten Endes auf dem Zusammenspiel von shen 神 und qi 氣, Geist und Atem/Qi, auf Stille (靜 jing), Natürlichkeit (自然 ziran) und auf dem daoistischen Nicht-Tun (無為 wuwei).

In Kapitel 48 des Laozi heißt es: 

Wer sich dem Lernen widmet, sucht von Tag zu Tag zu vermehren.
Wer sich dem Dao widmet, sucht von Tag zu Tag vermindern. 
Er vermindert und vermindert, bis er beim Nicht-Tun anlangt.
Durch Nicht-Tun bleibt nichts ungetan.


Die Übungen zur Harmonisierung von Atem und Qi - Abschluss und die ganze Folge zum Mitüben

Dies ist nun das abschließende Video mit allen Übungen der Folge zur Harmonisierung von Atem und Qi. Zuerst gehe ich detaillierter auf den A...