Die Weiden in Wien sind in den letzten Tagen ergrünt, dazu passend gibt es hier „im Wind schwankende Weiden", eine weitere Bewegung aus der Übungsfolge zur Regulation von Atem und Qi.
Die Übung öffnet die Körperseiten, bewegt vor allem das Qi in Leber- und Gallenblasenmeridian und wirkt Stagnationen des Leber-Qi (ganqi yujie 肝氣鬱結) entgegen. Das wirkt sich in der Folge auf den Fluss von Qi und Blut im ganzen Körper aus, die sich dann freier und ungehinderter bewegen können.
Die Bewegung ist etwas komplizierter als die anderen der Folge. Darum ist es besonders wichtig, während des Übens entspannt zu bleiben und nicht zu viel zu wollen. Ein leichtes Strecken bzw. Beugen der Körperseiten genügt schon, dass die Übung wirkt. Das Qi entspringt nicht der Bewegung, sondern der Entspannung und der inneren Stille. Entspannung und Stille sind die Grundlage, auf der sich dann eine tiefer gehende Wirkung der Bewegungen entfalten kann.

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