Hier ist eine Übung für das Herz, eine sehr einfache Bewegung in Verbindung mit dem Heilenden Laut „häa" oder „ha" für das Herz.
Die Übung um einiges einfacher als diejenige Heilende-Laut-Übung, die ich vor bald zwei Jahren auf den Studio-der Weißen-Wolken-Blog gestellt habe, damit passt sie sehr gut zu den anderen einfachen Übungen der letzten Zeit.
Die Wirkungen dieser Übung sind vielfältig: Es werden das Qi des Herzens (das stärkste Yang-Qi des Körpers) reguliert, das "Herzfeuer" gesenkt, Geist und Emotionen beruhigt, Qi und Blut harmonisiert, und das Yin - das Fundament oder die Wurzel des Lebens - gekräftigt. Ist das Yin geschwächt, kann es so durch das Yang gestärkt werden, womit dann auch das Yin potentielle Exzessezustände des Yang eingrenzen kann.
Laozi 老子 habe ich diesbezüglich schon einmal zitiert. In Kapitel 59 heißt es: „Wer die Mutter des Reiches besitzt, wird wohl ewig dauern. Tiefe Wurzel und fester Grund, das ist der Weg zu langem Leben und dauernder Schau".
Heshanggong 河上公 (der Alte vom Fluss) sagt dazu: „Reich und Körper meinen dasselbe. Die Mutter ist das Dao. Bewahrt der Mensch das Dao des Körpers und erschöpft nicht Essenz und Atem/Qi, dann kann er lange leben. Vermag man das Qi als Wurzel und die Essenz als Stamm zu behandeln, so wird man wie ein Baum. Sind dessen Wurzeln nicht tief, kann er entwurzelt werden, ist sein Stamm nicht solide, wird er fallen. Laozi meint hier, dass, wenn man sein Qi tief birgt und seine Essenz stark macht, die Lebenskraft nicht verloren gehen wird."
In diesem Sinn führt der Kommentator Wu Cheng 吳澄 (1249-1333) dazu aus: „Der Atem (Qi) erhebt sich von unten wie von den Wurzeln eines Baumes. Nährt man die Wurzeln, wachsen sie tief. Nährt man den Stamm, wird er stark. Solch ein Baum verdorrt nicht."
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